Empathie & Verstehen

Perspektivwechsel üben: Wo Anfänger scheitern

Wenn der Blickwinkel sich nicht einfach ändern lässt

Julia Becker
2 Min.

Die Perspektive wechseln klingt nach einem simplen Gedankenspiel. In der Praxis ist es verdammt anspruchsvoll.

Eigene Werte projizieren

"An ihrer Stelle würde ich..." – ja, aber du bist nicht sie. Ich habe ständig meine eigenen Überzeugungen auf andere übertragen. Echter Perspektivwechsel bedeutet, diese vorübergehend beiseite zu legen. Schwieriger als gedacht.

Zu oberflächlich denken

Kurz überlegen, wie sich jemand fühlt und fertig? Das reicht nicht. Perspektivwechsel braucht Kontext: Vergangenheit, aktuelle Umstände, persönliche Geschichte. Ohne diese Details bleibst du an der Oberfläche.

Negative Annahmen treffen

"Die ist bestimmt neidisch" oder "Der macht das absichtlich" – solche Unterstellungen blockieren echtes Verstehen. Meistens gibt es komplexere Gründe für Verhalten als böse Absicht.

Nur intellektuell rangehen

Perspektivwechsel ist nicht nur Kopfsache. Gefühle nachvollziehen bedeutet auch, sie ansatzweise zu fühlen. Ich habe lange nur analysiert statt mitzufühlen.

Bei der ersten Erklärung stoppen

Die offensichtliche Antwort ist selten die ganze Wahrheit. Warum verhält sich jemand so? Die erste Antwort führt zur nächsten Frage. Tiefergraben lohnt sich.

Erwarten, dass es einfach wird

Manche Menschen zu verstehen ist extrem schwierig, besonders wenn ihre Erfahrungen komplett anders sind als deine. Das darf auch mal anstrengend sein.

Perspektivwechsel ist eine Übung, die nie wirklich abgeschlossen ist.

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