Ich dachte, emotionale Intelligenz sei ein Skill wie Fahrradfahren. Einmal gelernt, immer verfügbar. Totaler Quatsch.
Überall Emotionen lesen wollen
Am Anfang habe ich jeden analysiert. Bei jedem Gesichtsausdruck überlegt: Was fühlt die Person gerade? Das macht paranoid und ist anstrengend für alle Beteiligten. Nicht jede Regung braucht Interpretation.
Die eigenen Emotionen ignorieren
Wie soll ich andere verstehen, wenn ich bei mir selbst nicht durchblicke? Klingt logisch, war aber mein größter Blindspot. Ich habe versucht, bei anderen empathisch zu sein, während ich meine eigenen Gefühle weggedrückt habe.
Kulturelle Unterschiede übersehen
Was in Deutschland direktes Feedback ist, kann woanders unhöflich sein. Körpersprache variiert massiv. Ich bin oft davon ausgegangen, dass alle wie ich kommunizieren. Großer Fehler.
Zu viel Verantwortung übernehmen
Fremde Emotionen sind nicht deine Aufgabe zu fixen. Das musste ich hart lernen. Du kannst Raum geben, zuhören, da sein – aber nicht die Probleme anderer lösen.
Perfektion erwarten
Manche Tage bin ich emotional intelligenter als an anderen. Müdigkeit, Stress, eigene Probleme – alles beeinflusst, wie empathisch ich sein kann. Das zu akzeptieren war wichtig.
Emotionale Intelligenz ist kein Zertifikat, das du einmal machst. Es ist eine ständige Übung mit vielen Rückschlägen.